walke mit der time 

walke mit der time 

Was früher im Englischunterricht nur ein verzweifelter Versuch war doch noch einen Satz zustande zu bringen ist heute voll inn! Nämlich einfach aus zwei Sprachen eine machen. Tadaaa let’s speak denglisch!
Da fallen dann Sätze wie: „die Tabletten hatte ich Schonmal, aber die haben mich nicht geflashed“ oder „ich brauche ein Antihistaminikum was nicht so tired macht“ oder auch „danke, wünsch‘ Ihnen noch einen nicen Tag“! 

Ich bin wohl einfach nicht tight und hipp genug um mitreden zu können oder es auch nur cool zu finden. 

Ich werde von nun an mein life chillen und mit der time walken. Denn dann kann ich auch mit meinen Kunden wieder voll nice am been sein!

Phantomsymptom

Phantomsymptom

Ich liebe ja selbstgegooglete Diagnosen! Wer könnte es auch besser wissen als Dr. Google? Der weiß doch einfach alles! Wozu studieren wenn es auch die Suchmaschiene tut.Meine heutige Kundin machte mich allerdings etwas ratlos. Sie wollte etwas für ihren Freund. Der hat ganz schlimme Beschwerden, die aber eigentlich keine sind… Aber er spürt das etwas da ist – oh ja, das wird spannend, dachte ich mir.

Sie erzählte mir das in seinen Nebenhöhlen seit 8 Wochen fröhlich Bakterien wohnen, die sich nun auf den Weg in die Bronchien gemacht hatten. Die Bronchien sind ganz doll entzündet aber es äußert sich nicht. Kein Husten, keine Atemnot, kein Engegefühl, keine anderen Beschwerden- einfach nichts! Boar! Da war selbst der Dr. Google ratlos. (Ich frage mich eh was man in diesem Fall wohl in die Suchmaschiene einklimpert) Beim richtigen Arzt war er auch schon, der wollte allerdings nichts verschreiben, da sowohl Bronchien als auch Nebenhöhlen frei sind. 

Seine Diagnose lautete: „gesund“

Die Kundin war darüber allerdings total empört, das könne ja wohl nicht sein! 

Was rät man nun jemanden der eigentlich nichts hat aber unbedingt etwas linderndes kaufen will… Kannst ja auch nicht sagen „herzlichen Glückwunsch, ihr Freund ist gesund und bildet sich alles nur ein“.

Eine Tüte Bonbons und ’ne Packung Tee später war die Kundin glücklich und fühlte sich verstanden, was will man mehr!

Verwunderung und Kopfschütteln bereitete mir das ganze aber dennoch…

Testphase 

Testphase 

Ich gebe zu, mittlerweile kann ich diese Sätze schon singen, aber da ich das sowohl den Kollegen als auch den Kunden ersparen möchte, erkläre ich dem Herrn vor mir nun noch einmal ganz in Ruhe wieso ich böse Apothekenangestellte die rezeptpflichtigen blauen Wunderpotenzpillen nicht einfach ohne entsprechende Verordnung rausrücken kann. Doch Not macht ja bekanntlich erfinderisch, ist ja nicht so als hätten wir nichts da. Ich empfehle ihm also stattdessen die pflanzliche und freiverkäufliche Alternative. Doch so schnell will der gute Herr sich nicht überzeugen lassen!

 „Haben sie damit denn auch Erfahrung? Hilft das denn wirklich?!“ 
Selbstverständlich haben wir Erfahrung! Hallo! Natürlich werden ALLE Medikamente, Salben, Tee’s, etc. vorher ausführlich von uns selbst getestet bevor wir sie zum Kauf anbieten. Doch leider befinde ich mich momentan in der „Fühl die Energie- Tee Testphase“ und kann nicht weiter helfen… Ich hätte ihn nur allzu gern vertrauensvoll an meinen Kollegen verwiesen, doch der ist vorübergehend krankgeschrieben… irgendwas mit Dysfunktion… 

Machen Sie etwa schon zu?

Machen Sie etwa schon zu?

Montagabend, 18.30Uhr- Feierabend! Ha! Denkste! Ich war schon auf dem Weg zur Tür und schon fast mit dem Finger am Knöpfchen angelangt da schnipst noch schnell eine lautstark telefonierende Kundin rein. Statt eines ‚Guten Abend‘ schnauzt sie mir ein ‚Machen Sie etwa schon zu?!‘ entgegen. Schwups hat sie mir auch schon eine ganze Hand voll Rezepte Ihrer Kinder auf den Tisch gekracht. Kein Problem, ist ja nicht so als hatte ich heute noch etwas vor. Nachdem ich alles fein eingetippt, aus den Schüben gesucht und auf dem HV-Tisch aufgestapelt habe empfinde ich es als äußerst wichtig ihr die Dosierungen der verschiedenen Antibiotika zu vermitteln. Sie denkt allerdings überhaupt nicht daran ihr Telefonat zu beenden. Hm, ihre beschriebenen Excel Tabellen können doch aber wohl kaum wichtiger sein! Ich entschließe mich einfach los zu reden. Ich erzähle also laut und deutlich wie sie die Antibiotika bei Ihren Kindern anzuwenden und zu dosieren hat. Ich ernte einen bitterbösen Blick und eine abwinkende Handbewegung. Genervt fragt sie ob wir nun fertig sind. Als ich nicke ramscht sie alles in ihre übergroße Handtasche und stürmt von dannen. ‚Ihnen auch noch einen schönen Abend‘ rufe ich ihr hinterher als ich endlich die Tür schließe und in meinen, wie ich finde, wohlverdienten Feierabend aufbreche. 

Alle Jahre wieder…

Alle Jahre wieder…

Das kurz vor Heiligabend alle Menschen wie verrückt Supermärkte und Apotheken stürmen, weil sie vermuten die Lebens- und Arzneimittelversordung könnte nun für immer Enden ist ja nun nichts neues. Vor Weihnachten und auch zwischen den Feiertagen kann ich die Rezepte kaum zählen die schon wochenlang in der Jackentasche herumgetragen werden und unbedingt JETZT SOFORT beliefert werden müssen. Wenn der Großhandel aber nun heute nicht mehr liefert weil der Ladenschluss verdächtig nah ist, ist die Katastrophe perfekt! Aber am liebsten führe ich die Diskussion wieso es unmöglich ist verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept herauszurücken, weil die Praxen es sich wagen eine Woche Urlaub zu machen. Am liebsten natürlich am Telefon oder kurz vor Feierabend! Ich verstehe das man sich auf das Ende der Pillenpackung nur schlecht vorbereiten kann, aber trotz verzweifelten bitten und betteln müssen wir Schwein sein! In diesen Tagen kommen auch all die Menschen die die merkwürdigsten Symptome mit sich herumtragen aber auf keinen Fall eine Bereitschaftsdiensthabende Facharztpraxis aufzusuchen, denn da muss man dann ja eventuell warten! Deshalb wird munter an sich selbst herumgedoktert. Oder die Kunden glauben Ihren Ärzten die gestellte Diagnose erst gar nicht. Über die Frage ob ich mich mit diesem „Arzt-Kram“ auskennen würde mussten ich schon sehr schmunzeln. Doch wie jedes Jahr bin ich froh wenn diese, doch etwas anstrengende Zeit, überstanden ist und es heißt: AUF EIN NEUES!

Spezielle Einzeller

Spezielle Einzeller

Oh ich liebe diese nass-kalte Jahreszeit in der es überall schnieft und hustet. Und am allermeisten liebe ich die Kunden die ihre Vieren und Bakterien mit voller Absicht überall verteilen wollen. Ich weiß ich weiß, mir kann nichts passieren! Denn diese Wand aus Medikamentenpackungen um mich herum, sowie der weiße Kittel bilden ja quasi einen Schutzwall gegen alle Krankheitserreger!

Mein Favorit sind die Leute, die zuerst alle Finger ablecken bevor sie ihr Rezept oder den Geldschein auseinander Falten. Oder in ihre Hand niesen bevor sie mir den Abholschein in die Hand drücken. Doch gerade zu dieser Jahreszeit erfreue ich mich auch an vollgeschnieften Taschentücher, die ganz ungeniert auf dem Zahlteller abgelegt werden. Und wenn ich dann noch angehustet werde, ohne das die Hand auch nur in Richtung des Gesichts gezuckt hätte, ist mein Tag perfekt! Dann möchte ich mich am liebsten von oben bis unten in eine dicke Wolke Desinfektionsmittel hüllen.

Bloß gut das ich eben diesen Schutzwall habe! Sollte ich allerdings doch einmal krank sein, haben die Kunden stets den hilfreichen Ratschlag „Gehen Sie doch mal zur Apotheke *hehe*“ parat.

Wenn ich es recht überlege, werde ich wohl doch ein desinfizierendes Bad nehmen. Rein prophylaktisch natürlich!

Dieser Beitrag kann Spuren von Satire, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten! 😉

Gibt’s denn schon Kalender?!

Gibt’s denn schon Kalender?!

JA! Er ist da! Der November! Kalenderzeit!

Nachdem ich im ersten Quartal des Jahres die Frage „Gibt’s denn schon Kalender fürs nächste Jahr?!“ nicht mehr zählen konnte, so konnte ich sie heute endlich mit einem fröhlichen „JA!“ beantworten. Monatelang habe ich mich seelisch und moralisch darauf vorbereitet und heute war es soweit. Nachdem ich mir das ganze Jahr im 2-Wochen-Rythmus vorkomme als sei ich Verschenkerin in einem Zeitungskiosk so kann ich doch nun auch endlich meine Qualitäten im „Hier ist ein kostenfreier Kalender für Sie! Ach, der gefällt Ihnen nicht? Schade! Ich habe leider nur diesen einen“ unter Beweis stellen. Allein dafür hat sich die Ausbildung doch schon gelohnt!  Ich muss zugeben ich hatte schon leichte Bedenken geäußert als festgelegt wurde, dieses Jahr nur noch eine Sorte Kalender anzubieten. Ich kenne doch meine Pappenheimer. Da ist der Kalender zu dick, zu dünn, zu schmal oder lang oder passt eben nicht an das Stück Wand zwischen Küchenfenster und Tür- fatal! Schließlich hing der Kalender doch schon immer da. Doch die Geschäftsleitung wollte davon nichts hören. Auch mein Vorschlag eine Bahnhofshalle anzumieten, in der wir Kalender in allen Formen, Größen, Mustern und Motiven lagern könnten damit auch ja für jeden was dabei ist kam nur semi gut an. Schade eigentlich! Ich freue mich ja jetzt schon auf die Diskussionen die ich nun führen muss bis es wieder heißt „Gibt’s denn schon Kalender fürs nächste Jahr?!“ …

Eines habe ich mir fest vorgenommen, wenn ich demnächst etwas geschenkt bekomme werde ich auch erstmal laut darüber schimpfen und mich beschweren! Weil wenn schon gratis, dann doch bitte auch ganz nach meinem Geschmack!