Al di schönen Kunden…

Al di schönen Kunden…

„Waas, fünf Euro Zuzahlung?! Das Medikament war IMMER frei. Dann nehm ich das nicht, ich geh woanders hin!“ Ach Gottchen. Ein akuter Fall von Krassizitis. Gekennzeichnet durch Erklärungsresistenz im Endstadium. 

Ich kann nicht so mega-engagiert opponieren, weil ich selbst noch geschwächt bin von meinem wöchentlichen „schnell-noch-vor-der-Arbeit-zum-Aldi“-Trip. Da stehe ich an der Kasse auch immer kurz vorm Nervenzusammenbruch, so wie mein hochroter Kunde in der Apotheke gerade. Ich will am liebsten vier Arme haben, um den Berg abzutragen, den diese außerirdisch flinke Kassiererin vor der Kasse anhäuft. Um alles superschnell aufs Laufband zu schleudern, hab ich mir vorher schon halb den Rücken gebrochen- diese Einkaufswagen sind so riesig und unförmig. Und dann ramsche ich den Kram völlig unsortiert wieder zurück in die Karre, um nachher schweißgebadet die plattgedrückten Joghurtbecher über dem Brot einzutüten. 

Deshalb bin ich heute nicht in meiner Premiumversion verfügbar. Upgrade für 30 nette Patienten wöchentlich.

Die nächste Kundin nimmt Rücksicht und möchte mich garnicht mit Fachangelegenheiten belästigen: „Was kostet der gelbe Regenmantel bei Ihnen im Schaufenster?“ 

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