Alle Jahre wieder…

Alle Jahre wieder…

Das kurz vor Heiligabend alle Menschen wie verrückt Supermärkte und Apotheken stürmen, weil sie vermuten die Lebens- und Arzneimittelversordung könnte nun für immer Enden ist ja nun nichts neues. Vor Weihnachten und auch zwischen den Feiertagen kann ich die Rezepte kaum zählen die schon wochenlang in der Jackentasche herumgetragen werden und unbedingt JETZT SOFORT beliefert werden müssen. Wenn der Großhandel aber nun heute nicht mehr liefert weil der Ladenschluss verdächtig nah ist, ist die Katastrophe perfekt! Aber am liebsten führe ich die Diskussion wieso es unmöglich ist verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept herauszurücken, weil die Praxen es sich wagen eine Woche Urlaub zu machen. Am liebsten natürlich am Telefon oder kurz vor Feierabend! Ich verstehe das man sich auf das Ende der Pillenpackung nur schlecht vorbereiten kann, aber trotz verzweifelten bitten und betteln müssen wir Schwein sein! In diesen Tagen kommen auch all die Menschen die die merkwürdigsten Symptome mit sich herumtragen aber auf keinen Fall eine Bereitschaftsdiensthabende Facharztpraxis aufzusuchen, denn da muss man dann ja eventuell warten! Deshalb wird munter an sich selbst herumgedoktert. Oder die Kunden glauben Ihren Ärzten die gestellte Diagnose erst gar nicht. Über die Frage ob ich mich mit diesem „Arzt-Kram“ auskennen würde mussten ich schon sehr schmunzeln. Doch wie jedes Jahr bin ich froh wenn diese, doch etwas anstrengende Zeit, überstanden ist und es heißt: AUF EIN NEUES!

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Kronjuwelen der Heiterkeit 

Kronjuwelen der Heiterkeit 

„Isch möschte Magnet-trans.“ Heute sind wieder alle so witzig.. „Reicht das Eisen in dem Präparat für zwei Menschen in einem?“ Hihii. 

Und mein persönlicher Tagessieger, tadaaa: 

„Bitte ein Läuseshampoo. Meine Ärztin sagt, es gibt eins, das die Nüsse mit abtötet.“ Junger Mann. Ich habe hart dafür trainiert, meine Gesichtsmuskulatur unter Kontrolle zu halten. DAS ist jetzt mal ne challenge! Für den originellsten Kundenspruch gibts heute den Goldenen Nüsse-, äääh, Nissenkamm. Dadrauf kann man Weihnachtslieder blasen;)

Gesichtserkennung 

Gesichtserkennung 

Ich habe ein Faible für Namen. Ob es wohlklingende Kombinationen sind, die wie Künstlerpseudonyme klingen, oder unaussprechliche Buchstabensmoothies. Die bringen immer großen Spaß, wenn man gewissenhaft Verwechslungen vorbeugen möchte. Dann kommt ein Kunde mit zerknittertem Abholschein und die Fachkraft holt das bestellte Medikament samt dazugehörigem Rezept und fragt vorsichtshalber nochmal nach: „Das ist für Müller / Meier / Schmidt, richtig?“Seit ich mir aber bei so einer Aktion an einem langen osteuropäischen Namen mit tomatenrotem Gesicht fast die Zunge abgebrochen habe, gucke ich vorher kurz nach, ob sich das Gewissenhaftsein gerade lohnt. 

Haben sich Nachnamen nicht irgendwann aus Berufen abgeleitet? Liebmann muss ein schöner Job sein. Und, müssten meine Kollegen dann nicht ‚Salbenrührer‘ oder ‚Berater‘ heißen?

Oder eine Frau Hsnhsnkowski bestellt am Telefon ein ganz extraordinäres Mittelchen und ich notiere mir bei ‚Abholer‘ in Lautschrift, was ich nach viermaligem Nachfragen zusammengereimt habe. Hoffentlich bekommt sie den Zettel beim Abholen nicht zu Gesicht…