Spezielle Einzeller

Spezielle Einzeller

Oh ich liebe diese nass-kalte Jahreszeit in der es überall schnieft und hustet. Und am allermeisten liebe ich die Kunden die ihre Vieren und Bakterien mit voller Absicht überall verteilen wollen. Ich weiß ich weiß, mir kann nichts passieren! Denn diese Wand aus Medikamentenpackungen um mich herum, sowie der weiße Kittel bilden ja quasi einen Schutzwall gegen alle Krankheitserreger!

Mein Favorit sind die Leute, die zuerst alle Finger ablecken bevor sie ihr Rezept oder den Geldschein auseinander Falten. Oder in ihre Hand niesen bevor sie mir den Abholschein in die Hand drücken. Doch gerade zu dieser Jahreszeit erfreue ich mich auch an vollgeschnieften Taschentücher, die ganz ungeniert auf dem Zahlteller abgelegt werden. Und wenn ich dann noch angehustet werde, ohne das die Hand auch nur in Richtung des Gesichts gezuckt hätte, ist mein Tag perfekt! Dann möchte ich mich am liebsten von oben bis unten in eine dicke Wolke Desinfektionsmittel hüllen.

Bloß gut das ich eben diesen Schutzwall habe! Sollte ich allerdings doch einmal krank sein, haben die Kunden stets den hilfreichen Ratschlag „Gehen Sie doch mal zur Apotheke *hehe*“ parat.

Wenn ich es recht überlege, werde ich wohl doch ein desinfizierendes Bad nehmen. Rein prophylaktisch natürlich!

Dieser Beitrag kann Spuren von Satire, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten! 😉

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Kundenpsychologie für die Kitteltasche

Kundenpsychologie für die Kitteltasche

Es gibt ja solche Rufkunden. Die rufen schon beim Eintreten aus vollem Halse „Haaallooo!“, da hattest du noch gar keine Chance, Sichtkontakt herzustellen. Die haben es meistens sehr eilig und brauchen dringend eine Wegbeschreibung zur Bibliothek oder zum Kieferchirurgen. Die liefere ich gerne mit vollem Körpereinsatz, wird Ihnen das Rufen nach der Weisheitszahn-OP doch erstmal für ne Weile vergehen.Dann gibt es auch Suchkunden. Du hörst sie reinkommen, aber dann sind sie quasi durchsichtig. Die drücken sich ganz unauffällig in der Kosmetikecke herum und öffnen alle möglichen Tiegelchen und Fläschchen, um ihre neugierigen Riechkolben überall hineinzustecken. 

Und es gibt Anrufkunden. Die telefonieren entweder in die weite Welt hinaus und tratschen stundenlang vor dem Bonbonregal herum. Oder denen wird sogar über unser Fachtelefon in der Apotheke hinterhertelefoniert: „War mein Sohn schon bei Ihnen? Geben Sie ihm bitte ein frisches Taschentuch mit, wenn er kommt. Er hat seins nämlich zu hause vergessen.“

Gibt’s denn schon Kalender?!

Gibt’s denn schon Kalender?!

JA! Er ist da! Der November! Kalenderzeit!

Nachdem ich im ersten Quartal des Jahres die Frage „Gibt’s denn schon Kalender fürs nächste Jahr?!“ nicht mehr zählen konnte, so konnte ich sie heute endlich mit einem fröhlichen „JA!“ beantworten. Monatelang habe ich mich seelisch und moralisch darauf vorbereitet und heute war es soweit. Nachdem ich mir das ganze Jahr im 2-Wochen-Rythmus vorkomme als sei ich Verschenkerin in einem Zeitungskiosk so kann ich doch nun auch endlich meine Qualitäten im „Hier ist ein kostenfreier Kalender für Sie! Ach, der gefällt Ihnen nicht? Schade! Ich habe leider nur diesen einen“ unter Beweis stellen. Allein dafür hat sich die Ausbildung doch schon gelohnt!  Ich muss zugeben ich hatte schon leichte Bedenken geäußert als festgelegt wurde, dieses Jahr nur noch eine Sorte Kalender anzubieten. Ich kenne doch meine Pappenheimer. Da ist der Kalender zu dick, zu dünn, zu schmal oder lang oder passt eben nicht an das Stück Wand zwischen Küchenfenster und Tür- fatal! Schließlich hing der Kalender doch schon immer da. Doch die Geschäftsleitung wollte davon nichts hören. Auch mein Vorschlag eine Bahnhofshalle anzumieten, in der wir Kalender in allen Formen, Größen, Mustern und Motiven lagern könnten damit auch ja für jeden was dabei ist kam nur semi gut an. Schade eigentlich! Ich freue mich ja jetzt schon auf die Diskussionen die ich nun führen muss bis es wieder heißt „Gibt’s denn schon Kalender fürs nächste Jahr?!“ …

Eines habe ich mir fest vorgenommen, wenn ich demnächst etwas geschenkt bekomme werde ich auch erstmal laut darüber schimpfen und mich beschweren! Weil wenn schon gratis, dann doch bitte auch ganz nach meinem Geschmack!